Olmstead, Robert

Der Glanzrappe

Roman

Aus dem Amerikanischen übersetzt von Jürgen Bauer und Edith Nerke

»...sparsam und raffiniert erzählt. Kein Tausendseitenwälzer, sondern eine Folge von präzisen, funkelnden, manchmal grausigen sprachlichen Polaroids. Ein Juwel. « (Andreas Kilb, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 29. November 2009)
»Wer wollte nicht eines Tages aufwachen und plötzlich so schreiben können wie Olmstead?« Richard Ford
Robey Childs ist vierzehn Jahre alt, als er von seiner Mutter von zu Hause weggeschickt wird, um seinen Vater aus dem Bürgerkrieg heimzuholen. Ein alter Farmer, den Robey am Anfang seines Weges nach Gettysburg trifft, schenkt ihm einen ungewöhnlich schönen Rappen. Auf seiner Reise durch die von Krieg und Zerstörung geschundenen Landschaften stößt Robey auf am Wegrand abgestellte Wagenladungen mit Verstümmelten und Toten, er begegnet skrupellosen Plünderern und entlaufenen Sklaven. Und er muss eine Reihe haarsträubender Prüfungen bestehen: sein Rappen wird gestohlen, Robey wird als Spion gefangengenommen und entkommt, er muss die Vergewaltigung eines jungen Mädchens mitansehen und gerät in einen blutigen Überfall. Doch wie durch ein Wunder überlebt er — mehr noch, er findet auch sein Pferd wieder. Tage später erreicht er die Schlachtfelder von Gettysburg ...
Mit magisch-dunkler literarischer Kraft erzählt Robert Olmstead die Geschichte eines jungen Mannes, der in der Grausamkeit des Kriegs erwachsen wird – ohne seine Menschlichkeit zu verlieren. Ein Roman von gerade lyrischer Intensität, gewalttätig, bedrohlich, kompromisslos und leidenschaftlich – wie der amerikanische Bürgerkrieg.

»...sparsam und raffiniert erzählt. Kein Tausendseitenwälzer, sondern eine Folge von präzisen, funkelnden, manchmal grausigen sprachlichen Polaroids. Ein Juwel.« Andreas Kilb, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 29.11.2009

»Ein Roman wie ein Naturereignis, wie ein dunkler Johnny-Cash-Song (...) ‚Der Glanzrappe’ erzählt eine bewegende, schrecklich schöne Geschichte, aber erst die Kraft seiner Sprache, die Intensität seiner Bilder haben in zu einem der großen Romane unserer Zeit gemacht« Martin Lüdke, Welt am Sonntag, 13. Dezember 2008

»Mit kargen, fast bockigen Dialogen und nüchtern-trockenen Gedankenbildern wird dieser Werdegang geschildert, pragmatisch und doch mit einer ungemein poetischen Kraft. Olmstead erzählt souverän, erklärt nichts und lässt den Leser die Leerstellen füllen, die er bewusst setzt. So schreibt ein sehr selbstbewusster Schriftsteller, der an seine Leser glaubt und sie teilhaben lässt an der Kunst des Erzählens. An den Träumen eines Jungen, der das schönste Pferd auf der Welt reiten darf, die schlimmsten Alpträume seines Lebens übersteht und daraus seine ureigenen Lehren zieht.« Georg Schmidt, Deutschlandradio vom 24.Juli 2008

»Einer der schönsten Romane dieser Jahre« Focus vom 8.12.2008

»Auf die Idee, dass auch historische Stoffe seriöse Literatur werden können, ist hier (außer dem erwähnten Daniel Kehlmann mit seiner ‚Vermessung der Welt’) schon lange keiner mehr gekommen. Deshalb ist es so wichtig, Olmstead zu lesen: Weil man bei ihm in die Schule der Geschichte geht.« Andreas Kilb, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 26.04.2009

»Der glänzende Stilist Robert Olmstead hat einen Adoleszenzroman geschrieben, der das bis heute andauernde Trauma einer Nation in ebenso eindrucksvolle wie schreckliche Bilder fasst ... ein Roman, dessen Sprache, Figuren und Bilder man nicht mehr vergisst.« Mirko Bonn, Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 26.03.2009

»Robert Olmstead hat einen erschütternden Roman über den amerikanischen Bürgerkrieg geschrieben.« Franz Lettner, Die Zeit vom 23.12. 2008

»Selten wurde das Grauen des Krieges, das Sterben auf dem Schlachtfeld eindrucksvoller beschrieben als hier. Ein Roman, der sich durchaus mit den besten Büchern Cormac McCarthys messen kann.« Journal Frankfurt, Nr. 16/2008

»Dicht stehen die Sätze, dunkel und durchglüht von poetischen Bildern: Und trotz des kruden Themas hat der Roman etwas Verzauberndes, Schwebendes. So, wie Nebel schwebend ist: wundersam und naturgegeben. Und wenn er sich lichtet, in diesem Buch, gibt er Unvorstellbares frei. Man fühlt sich beim Lesen oft wie auf einer Fahrt durch die Geisterbahn: Doch die Gespenster sind echt.« Ingrid Mylo, Badische Zeitung vom 25.07.2008

»Mit ungemein poetischer Kraft, kargen, eindringlichen Sätzen schildert der Autor die Geschichte des jungen Robey, der in der unmenschlichen Grausamkeit des Amerikanischen Bürgerkriegs erwachsen wird und seine Menschlichkeit trotzdem nicht verliert.« Schweizer Familie vom 18.09.2008

» ... eine Lektüre mit Langzeitwirkung.« Christoph Schröder, Süddeutsche Zeitung vom 25.09.2008

»Robert Olmstead schreibt edel und einfach, er hat Mut zum Pathos und zum kräftigen Symbol.« Wieland Freund, Die Welt vom 18.10.2008

Robert Olmstead, 1954 geboren und aufgewachsen auf einer Farm in New Hampshire, unterrichtet Kreatives Schreiben an einem amerikanischen College, hat aber auch schon als Tellerwäscher, Teppichleger und Englischlehrer gearbeitet, Vieh gezüchtet und eine Baufirma betrieben. Außerdem hat er zahlreiche, von der Literaturkritik hochgelobte Romane veröffentlicht, von denen u.a. Spuren von Herzblut, wohin wir auch gehen (1994) und Geh nicht fort. Eine Erinnerung (1997) ins Deutsche übersetzt wurden.

Alternativ verfügbar:

Olmstead, Robert

Der Glanzrappe

»...sparsam und raffiniert erzählt. Kein Tausendseitenwälzer, sondern eine Folge von präzisen, funkelnden, manchmal grausige ...
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Der Glanzrappe
36,00 EUR
erschienen: 07.2008
Originalausgaben
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