Evelyn Waugh
Befremdliche Völker, seltsame Sitten

Waugh, Evelyn

Befremdliche Völker, seltsame Sitten

Expeditionen eines britischen Gentleman

Aus dem Englischen von Matthias Fienbork. Mit historischen Photographien und einem Nachwort von Rainer Wieland

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»Ein englischer Snob in Afrika«
Als Evelyn Waugh am 10. Oktober 1930 von London aus nach Addis Abeba aufbrach, wusste er nicht recht, was ihn erwarten würde. Aus einer Laune heraus hatte er beschlossen, aus dem fernen Afrika über die Krönung von Haile Selassie zum König der Könige in Äthiopien zu berichten. Alle bedeutenden Weltmächte reisten zu den Feierlichkeiten in die unfertige Hauptstadt Äthiopiens - und bauschten das Ereignis gewaltig auf. In Europa klangen die Berichte von der ungeheuerlichen Prachtentfaltung bei der Krönungszeremonie des Königs der Könige wie ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht. Waugh dagegen fühlte sich wie ein englischer Gentleman inmitten geschmackloser Barbarei und sah ganz andere Dinge als seine Journalisten-Kollegen - und auch bei seiner Heimreise über Aden, Sansibar, Kenia, Belgisch-Kongo und Südafrika zeigte sich Waugh als Mann totaler Illusionslosigkeit mit staubtrockenem Humor. Sein zeitloser Bericht gehört zu den Juwelen der Reiseschriftstellerei; er wird hier erstmals auf Deutsch veröffentlicht.

»So ist es eine Lust, Waughs alles andere als politisch korrekte Erinnerungen an einen Trip zu studieren, der nach seinen eigenen Worten vergleichbar ist mit Alice im Wunderland« Der Tagesspiegel vom 9.07.2007

»Mussolini-Fan, Antisemit, Rassist, Choleriker, Snob — Evelyn Waugh macht es den Bewunderern seiner Arbeit nicht leicht. […] schon George Orwell bescheinigte ihm, als Romanautor so gut zu sein, wie es nur eben geht, dabei jedoch unhaltbare Meinungen zu vertreten.« Britta Bode, Welt am Sonntag vom 17.06.2007

»Befremdliche Völker ist wunderbare Prosa, so klar wie atmosphärisch dicht, so kenntnis- wie gedankenreich, und glänzend übersetzt von Matthias Fienbork. Ein hochpolitisches Buch, allen guten Absichten des Autors zum Trotz […]. Die Andere Bibliothek hat nach 66 Jahren ein Kleinod ausgegraben, und wär die Welt gerecht, hätten es all die Afrika-Retter vor Heiligendamm gelesen, diesseits und jenseits des Zauns.« Deutschlandradio Kultur, Live-Gespräch mit Pieke Biermann vom 18.06.2007

»Egozentriker, Choleriker, Snob: Der englische Schriftsteller Evelyn Waugh (1903-1966) brachte die besten Voraussetzungen mit für das Verfassen satirischer, gegen jeden Zeitgeist gerichteter Gesellschaftsromane.« GEO, März 2008

»Ein mitunter herrlich blasiertes, in seiner Bewertung sehr unzeitgemäß wirkendes Buch — aber im Gegensatz zu den deutschen sind die britischen Reaktionäre ja meist unterhaltsam. Waugh ist es ganz sicher.« Vanity Fair vom 06.06.2007

»Zu entdecken sind ein brillant formulierender Autor — und ein grandios menschliches Ekel.« profil vom 23.07.2007

»Auf dem Weg entstehen immer wieder schonungslose und geistreiche Porträts, werden mit staubtrockenem Humor groteske Situationen geschildert. Dabei bekommen Einheimische und Kolonialisten gleichermaßen ihr Fett ab, …« Kölner Illustrierte, Januar 2008

Evelyn Waugh wurde 1903 in Hampstead bei London als Sohn einer Verlegerfamilie geboren. Er war das Enfant terrible der englischen Literatur der dreißiger Jahre, berühmt für seine satirisch grotesken, schonungslosen und dabei hochkomischen Romane. Berühmt wurde er für seine Reisebücher und seine Romane - um nur einige zu nennen: »Decline and Fall« (1928), »Black Mischief« (1932), »A Handful of Dust« (1934), »Scoop!« (1938), »The Loved One« (1948), »Men at Arms« (1952) und »Brideshead Revisited« (1955). Evelyn Waugh starb am 10. April 1966.

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Befremdliche Völker, seltsame Sitten
27,50 EUR
erschienen: 06.2007
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