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Georg Forster Gemälde von J. H. W. Tischbein, um 1785

Georg Forster, kam 1754 im kleinen Nassenhuben bei Danzig als Sohn eines Pastors englischer Herkunft zur Welt. Der Knabe, der zuvor mit dem Vater Russland bereist hatte, zählt gerade achtzehn Jahre, als sich ihm die Chance bot, Captain Cook auf dessen zweiter Weltreise zu begleiten. Die Eindrücke und Beobachtungen, die er in seiner Reise um die Welt zusammenfasste, begründeten seinen Ruf als herausragender Naturforscher und brillanter Schriftsteller. Er traf später Benjamin Franklin und den französischen Gelehrten Graf Buffon in Paris, pflegte von Göttingen, Kassel oder Mainz aus einen regen Austausch mit Goethe, Herder und Wieland und sympathisierte mit den Idealen der Französischen Revolution, die er am Ende einer dreimonatigen Reise mit dem jungen Alexander von Humboldt in Paris aus unmittelbarer Nähe erlebte. Forster war einer der Gründer der ersten deutschen Republik in Mainz, ein überzeugter Jakobiner, der zum Deputierten in die Pariser Nationalversammlung gewählt wurde. In Deutschland vom Kerker bedroht, starb er 1794 vereinsamt im Alter von nur 39 Jahren an den Folgen einer Tropenkrankheit.


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