Stig Dagerman

Stig Dagerman wurde 1923 in der Region Uppsala/Schweden geboren. Er war Journalist und einer der wichtigsten schwedischen Schriftsteller der 40er Jahre. Er wuchs bei seinen Großeltern auf – der Vater arbeitete als Bergsprenger bei Stockholm und die Mutter war kurz nach seiner Geburt verschwunden. 1949 wurde sein Großvater von einem psychisch kranken Menschen ermordet und seine Großmutter erlag kurz danach einer Gehirnblutung. Zu dieser Zeit beging Dagerman den ersten Selbstmordversuch einer Serie, die sich durch sein ganzes Leben ziehen sollte.
Er zog nach Stockholm, arbeitete als Journalist und Redakteur u.a. bei der sozialistischen Zeitung Arbetaren. 1945 debütierte er mit dem Roman Ormen (Die Schlange) und schickte 1946 gleich seinen zweiten Roman De dömdas ö (Die Insel der Verurteilten) hinterher, den er in August Strindbergs Haus auf der Insel Kymmendö schrieb. Dagermans erstes Drama Den dödsdömde (Der zum Tode Verurteilte) hatte 1947 Premiere am Stockholmer Theater Dramaten – im gleichen Jahr gab er die Erzählsammlung Nattens lekar (Spiele der Nacht) heraus, die sehr gute Kritiken bekam. Außerdem veröffentliche er eine Reportagensammlung aus dem Nachkriegsdeutschland, Tysk höst (Deutscher Herbst). Seine beiden letzten belletristischen Veröffentlichungen waren die Novellen Bröllopsbesvär (Hochzeitsmühen) und Att döda ett barn (Ein Kind töten), letztere wurde 1953 und 2003 verfilmt. Stig Dagerman bekam 1950 eine Schreibkrise, trennte sich von seiner ersten Frau, heiratete die Schauspielerin Anita Björk und nahm sich 1954 nach schwerer Depression schließlich das Leben.



Alle Titel im Eichborn Katalog:
Schwedische Hochzeitsnacht
Roman
32.00 Euro, 50.90 sFr
ISBN: 9783821862309
288 Seiten