Riesbeck, Johann Kaspar

Briefe eines reisenden Franzosen über Deutschland an seinen Bruder in Paris

Begleitet von Heiner Boehncke und Hans Sarkowicz

Er ist ein weithin Vergessener. Aber er zählt zu den Großen einer klassischen aufklärerischen Reiseliteratur vor der Französischen Revolution. Er inspizierte das Deutschland seiner Zeit; ein Ahnherr des Reisejournalismus, in Briefform und auf höchstem literarischen Niveau. Sein Hauptwerk in zwei Bänden, 1783 in Zürich verlegt, erschien anonym, erreichte aber rasch mehrere Auflagen und fand, übersetzt in England oder Frankreich, in Holland oder Schweden, weite Verbreitung: Als vielzitierte Briefe eines reisenden Franzosen.

Johann Kaspar Riesbeck hieß der Autor. Nie wieder erschien seitdem sein großes Zeitgemälde in einer so vollständigen Ausgabe: Angereichert mit vielen zeitgenössi­schen Stichen, Karten und Städteabbildungen, entfaltet sich ein breites buntes Sittenpanorama. Von Johann Wolfgang von Goethe empfohlen, gehörte er zu den Redakteuren in der Gründungszeit der »Zürcher Zeitung«.

Riesbeck ging nicht auf traditionelle Künstler- oder Bildungstour. Er reiste auch viel zu Fuß und sah genauer als andere. So konnte er mehr über die gesellschaftlichen Verhältnisse und die Lage der Menschen, der »untersten Klassen«, erfahren. Mehrfach in den Jahren zwischen 1770 und 1780 durchquerte er Deutschland. Und zwischen Berlin, Dresden, Leipzig und Weimar, Prag, Wien und Salzburg, München, Bayern und dem deutschen Südwesten, von Stuttgart über Frankfurt, Mainz, Köln durch die Mitte Deutschlands bis nach Hamburg und Dänemark sind es über hundert Stationen, auf denen er wie ein moderner Restauranttester seine Sterne vergab.

Riesbecks anschauungsgesättigte und unterhaltsame Reiseberichte sind mit dem Blick eines Sozialhistorikers verfasst. In seinen exakten Landschafts-, Stadt- und Menschenbeschreibungen wird deutsche Geschichte wunderbar lebendig: Bis ins Detail gehen seine Porträts, angereichert mit statistischen Angaben. Johann Kaspar Riesbeck ist ein früher Ethnologe, seinem neugierigen Blick blieb wenig verborgen.

Die Buchvorstellung des Literaturwissenschaftlers Gert Sautermeister, vorgetragen am 20. November 2013 im Rahmen einer Veranstaltung in der Bremer Humboldt-Buchhandlung, können Sie hier herunterladen.

 

»... ein Zeitdokument, das mit feiner Beobachtungsgabe ein Bild der damaligen Gesellschaft zeichnet und sich hierfür einer Sprache bediente, die Leser bis heute fesselt.« Alexandra Flieth, Frankfurter Neue Presse vom 20.02.2015

»... ein prächtiges Buch mit ausführlichen Kommentaren, vielen seltenen Illustrationen, einer Biografie des Autors und hilfreichen Worterklärungen ...« Höchster Kreisblatt vom 12.02.2015

»... der Wert der Riesbeckschen Briefe liegt in ihrem eleganten Stil, ihrer Ironie und dem – zumeist – aufklärerischen Blick auf die deutschen Verhältnisse ...« Holger Böning, Jahrbuch für Kommunikationsgeschichte, Jahrgang 16/2014

»Es gibt wunderbar geschilderte, pralle Szenen ... Das ist ... fast schon moderne Reporterarbeit.« Jürgen Lentes, Frankfurter Allgemeine Zeitung Online, 08.10.2014

»Lesen Sie Riesbeck und entdecken Sie Deutschland neu!« Denis Scheck, ARD, Best of Druckfrisch, 08. und 09.10.2014

»Eine ... Trouvaille höchst ergötzlicher früher Reiseliteratur mit aller diesem Genre eigentümlichen Subjektivität des Urteils.« Oliver vom Howe, Die Presse vom 29.08.2014

Ein »neu gehobener Schatz der Reiseliteratur ... Das Spannende an ihm ist, dass man in so frisch lesen kann wie eine Zeitung von morgen. Es ist überhaupt keine sprachliche Distanz da zwischen unserer heutigen Zeit und dem, was er 1780 formuliert hat.« Thomas Knubben, Deutschlandfunk Kritikergespräch, 06.08.2014

»Die im Folioformat präsentierten Briefe eines reisenden Franzosen aus der zu Recht viel gerühmten Reihe Die Andere Bibliothek bestechen durch ihre erlesene Aufmachung ... Man liest sich vergnügt und entspannt durch das umfangreiche Werk, fühlt sich gut unterhalten, manchmal auch belehrt.« Wolfgang Lotz, Das Archiv, Ausgabe 2/2014

»Sein Sittenpanorama macht deutsche Geschichte lebendig.« UniReport der Goethe-Universität Frankfurt, Ausgabe 3/2014

»Im vergangenen Jahr, 230 Jahre nach ihrem ersten Erscheinen, hat die Andere Bibliothek, ein ... Verlag für bibliophile Kostbarkeiten, dieses faszinierende Werk eines der bedeutendsten Protagonisten der klassisch aufklärerischen Reiseliteratur neu aufgelegt ... Es ist das Verdienst von Heiner Boehncke und Hans Sarkowicz, diesem ungewöhnlichen Journalisten und Schriftsteller der Aufklärung mit einem fast 700 Seiten starken, reich bebilderten Tablebook eine neue Bühne geschaffen zu haben.« Rüdiger Hoffmann, Magazin Club zu Bremen, April 2014

»Fast dreißig Jahre liegen zwischen der ersten Idee und der Ausgabe, deren größtes Wunder es ist, dass sie in der Anderen Bibliothek einen mutigen Verleger gefunden hat.« Darmstädter Echo vom 19.04.2014

»Riesbecks Reiseberichte sind lebendige Reportagen aus einem Land im Umbruch ... Die Andere Bibliothek hat sie in einer großformatigen Prachtausgabe neu aufgelegt. Neben den sinnlichen Beschreibungen Riesbecks lassen alte Kupferstiche, Karten und Bilder das 18. Jahrhundert prall wiederaufleben.« Edith Kresta, taz vom 22.03.2014

»Seine Briefe bieten ein detailreiches und humorvolles Zeugnis seiner Zeit ... Seine Beschreibungen sind dort besonders lesenswert, wo er ihnen seinen einzigartigen ironischen Ton einflößt.« ParisBerlin, März 2014

»Zu den interessantesten Neuerscheinungen in diesem Frühjahr zählt ein ... Klassiker der Reiseliteratur ... Dafür lohnt sich die Anschaffung dieses Bandes in der vorzüglichen, ja wieder zum Leben erwachten Anderen Bibliothek allein.« Denis Scheck in Best of Druckfrisch, 16.03.2014

»Kulturhistorisches Juwel ... Jetzt sind sie noch einmal herausgekommen, in einem prachtvollen Folio-Band und mit zahlreichen zeitgenössischen Grafiken illustriert. Zusammen fügen sich die Briefe zu einem so detailgenauen wie hinreißend farbigen Portät Deutschlands wenige Jahre vor der Französischen Revolution.« Christian Schröder, Tagesspiegel vom 01.03.2014

»Die Neuausgabe, die Boehncke und Sarkowicz am kommenden Montag in der Lengfeld'schen Buchhandlung in Köln vorstellen werden, besticht auch durch ihre liebevolle Aufbereitung ... Hinzugekommen sind zahlreiche Fußnoten, rund 100 Seiten Anhang und eine Fülle liebevoll zusammengestellter zeigenössischer Illustrationen.« Petra Pluwatsch, Kölner Stadt-Anzeiger vom 21.02.2014

»Heiner Boehncke und Hans Sarkowicz haben diesen alten Bestseller nun neu herausgebracht und ausführlich kommentiert. Am 24. Februar werden sie den wuchtigen, reich bebilderten und schön gestalteten Schmöker in Köln präsentieren.« Axel Hill, Kölnische Rundschau vom 11.02.2014

»Es ist den beiden Literaturdetektiven Heiner Boehnke und Hans Sarkowicz zu verdanken, dass Riesbecks Reisebericht nun endlich wieder und dazu noch kommentiert und reich bebildert erhältlich ist ... Die Gestaltung des 680 Seiten umfassenden Buchs ist einmal mehr mustergültig, man kann sich kaum satt sehen an den zeitgenössischen Städteansichten, Karikaturen und Illustrationen.« Jürgen Wagner, Wetterauer Zeitung vom 08.02.2014

»Und dennoch, entscheidend im Hinblick auf die historische Bedeutung dieses Buches, das Heiner Boehncke und Hans Sarkowicz nun in einer vorbildlichen und überaus schönen Edition wieder herausgegeben haben, ist etwas anderes. Wenn Riesbeck inmitten des zivilisierten Deutschland 'asiatische Sultanismen' entdeckt, wenn er die finsteren Machenschaften der Hofbeamten enttarnt, für die Abschaffung der Adelsprivilegien votiert, manche Arkana fürstlicher Misswirtschaft ans Licht befördert und kirchliches Dunkelmännertum geißelt, andererseits auf einen menschenfreundlichen und verstandesklaren Reformeifer an vielen Orten wahrnimmt und zum Beispiel gegen die Ächtung der Juden eifert, dann setzt er dem Aufklärungswesen in seinem Vaterland einige brillante Lichter auf.« Harro Zimmer, Literarische Welt vom 18.01.2014

»Eine vergnügliche Fundgrube« Michael Hübl, Badische Neueste Nachrichten vom 17.01.2014

»'Das war eine Arbeit, Bruder, bis ich ein Zimmer hatte! Drei ganze Tage lief ich mit meinem Lehnlakaien in der Stadt herum, ehe ich unter ein Dach kommen konnte', schrieb Riesbeck in seinen Ende des 18. Jahrhunderts erstmals in Zürich erschienenen 'Briefen eines reisenden Franzosen über Deutschland an seinen Bruder', die von der 'Anderen Bibliothek' in Berlin nunmehr als opulenter Prachtband neu aufgelegt wurde.« APA, 10.01.2014

»Die 'Briefe eines reisenden Franzosen' wurden jetzt in einem wunderschönen, farbenprächtigen Folianten mit zeitgenössischen Stichen, Karten und Städteabbildungen in der Anderen Bibliothek neu herausgegeben. Dieses Buch lässt nicht nur die deutsch/europäische Geschichte lebendig werden, sondern auch die Herzen aller Bücherliebhaber höher schlagen.« Ulrike Abel-Wanek, Pharmazeutische Zeitung vom 09.01.2014

»Selten wurde einem längst vergessenen Erfolgsbuch vergangener Jahrhunderte ein dermaßen prächtiges bibliophiles Denkmal gesetzt wie in der Anderen Bibliothek den 1783 erstmals erschienen 'Briefen eines reisenden Franzosen' ... Dieser zweiten Auflage folgt die wundervoll aufgemachte, lustvoll bebilderte, liebevoll kommentierte Ausgabe, editorisch betreut von Heiner Boehncke und Hans Sarkowicz ... Nun haben sie den 'Briefen eines reisenden Franzosen' ein beeindruckendes Denkmal errichtet.« Bruno Preisendörfer, Süddeutsche Zeitung vom 04.01.2014

»... sein Reisebericht reiht sich hervorragend in die große Reiseliteratur von der Antike bis zur Gegenwart ein.« Ernst W. Kölnsperger, Studiosus Reisen Bücherschau, Dezember 2013

»Der publizistische Erfolg des Buches in ganz Europa und die erregten Debatten, die es auslöste, bargen eine unübersehbare Chance. Dieser Autor hat sich auf die Suche nach dem Geist des deutschen Vaterlandes inmitten eines verständigen Europa gemacht ... Eine solche Verschränkung der Perspektiven und das Maskenspiel des vermeintlichen Franzosen lassen nicht nur die Funken einer vergnüglich kritischen Gegenwartsdeutung stieben, sondern verweisen auch auf die Chance der gleichberechtigten Geistesarbeit der Völker am Projekt Aufklärung. Dessen Morgenröte hat Riesbeck vor schönster deutscher Natur- und Zivilisationskulisse wahrgenommen und beschrieben.« Harro Zimmermann, Frankfurter Hefte, Dezember 2013

»Was den Erfolg des Buches ausmacht? Riesbeck wählte schon früh journalistische Vorgangweisen, die heute als selbstverständlich gelten.« Barbara Mader, Der Kurier vom 29.12.2013

»Der Grund für des reissenden Absatz? Eine Antwort liefert die Lektüre. Denn seit diesem Herbst liegt eine grossformatige, reich illustrierte und kommentierte Neuedition von Riesbecks 'Briefen' vor ... Nach kurzer Lektüre merkt man sofort: Hier trifft einer mit hervorragend geschriebenen Texten sowohl thematisch wie im Ton den Geist der Zeit ... und man fragt sich ob all der Aktualität: Wann bitte schön, wurde denn das geschrieben?« Marco Guetg, Nordwestschweiz vom 28.12.2013

»Eines der schönsten Bücher des Jahres« Jürgen Lentes, Gießener Allgemeine vom 21.12.2013

»Johann Kaspar Riesbeck ist heute ein Unbekannter. Selbst die gängigen Lexika kennen ihn nicht. Aber das könnte sich nun ändern, denn die Andere Bibliothek, immer auf der Suche nach lohnenswerten Entdeckungen, verhilft ihm zur glanzvollen Wiederkehr. Nicht nur, dass sie den Text zum ersten Mal wieder ohne Kürzungen bringt, sie macht aus diesem verschollenen Buch auch ein Prachtstück. Der schwere Folioband, in illustriertem Ganzleinen und mit schönem, ebenfalls illustriertem Schutzumschlag präsentiert, begeistert schon beim flüchtigen Blättern durchs augenfreundliche Schriftbild und die attraktive Ausstattung. Heiner Boehncke und Hans Sarkowicz, denen man diese Entdeckung verdankt, haben mit Spürsinn und Ausdauer einen Haufen Archive durchforstet, um das Buch mit zeitgenössischen Illustrationen schmücken zu können. Was sie zusammengetragen haben, wird, so üppig und bestechend, jeden Leser entzücken.« Klaus Bellin, Neues Deutschland vom 14.12.2013

»Ein Klassiker neu ediert: Vor 230 Jahren hielt Johann Kaspar Riesbeck den Deutschen einen eisenharten Spiegel vor. Das amüsante, aber ernste Buch beschreibt auch Bayern und München.« Meike Ledermann und Michael Schleicher, Münchner Abendzeitung vom 14.12.2013

»Johann Kaspar Riesbeck ... war ein gebildeter, belesener Deutscher, der viel unterwegs war und aus seinen Erlebnissen und Ansichten 'Briefe' ... schrieb, die jetzt in einer grandiosen, illustrierten Ausgabe der Anderen Bibliothek zu haben sind.« Anke Zimmer, Fuldaer Zeitung vom 14.12.2013

»Ein Lesegenuss« Thomas Lange, Darmstädter Echo vom 16.12.2013

»Allen Unkenrufen zum Trotz: Es gibt sie noch, die schönen Bücher. 'Briefe eines reisenden Franzosen' von Johann Kaspar Riesbeck ist so ein Buch und das ideale Geschenk für alle Bibliophilen. Die Andere Bibliothek knüpft mit diesem Sonderband im Folioformat an die legendären Ausgaben an, für die einst der Nördlinger Greno-Verlag stand.« Barbara Miller, Schwäbische Zeitung vom 18.12.2013

»Er zielt sehr auf diese spöttischen Bemerkungen ab und das ist das, was man am schönsten heute noch lesen kann, aber er berichtet auch sehr detailverliebt über einzelne Dinge in den Städten ... und dazu kommen dann noch Landschaftsbeschreibungen, die ich ganz wundervoll finde ... Es ist wunderbar gemacht ... dazu kommt eine wahre Fülle von wunderbaren zeitgenössischen Ansichten – Städte, Landschaften, Menschen, Porträts.« Günther Wessel, Deutschlandradio Kultur, 11.12.2013

»Dieser Klassiker der aufklärerischen Reiseliteratur ist nun als aufwendiger, teurer, aber sehr lohnender Prachtband in der Reihe 'Die Andere Bibliothek' wiedererschienen ... Die spitzen Bemerkungen lesen sich bis heute vergnüglich.« Friedemann Kohler, dpa vom 10.12.2013

»Obwohl man also über die 'Briefe' einigermaßen und in Teilen auf dem Laufenden sein könnte, ist der jetzt in der Anderen Bibliothek erschienene Folio- und Prachtband ein anderes Kaliber: Komplett und kommentiert, prachtvoll illustriert mit zeitgenössischen Ansichten der bereisten Städte und Käffer ... 'Eines der schönsten Bücher des Jahrzehnts', sagte Romanfabrik-Leiter Michael Hohmann. Große Worte, großes Buch, großer Verlegermut.« Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau vom 06.12.2013

»Augen- und Sinnenfreude durch ein Seite für Seite bibliophil gestaltetes Werk.« Helmut Benze, BuchMarkt, Dezember 2013

»Und manches in diesem schönen Band der Anderen Bibliothek kommt einem merkwürdig gegenwärtig vor ... Der Autor dieser ersten europäischen Reise-Chronik ist eine absolute Entdeckung von Heiner Boehncke und Hans Sarkowicz, den beiden literarischen Detektiven, denen wir schon so manchen Fund zu verdanken haben.« Frankfurter Rundschau vom 02.12.2013

»Nun sind seine vergnüglichen Schilderungen in einem prächtigen Buch neu aufgelegt. Zwischen den mit Leinen umspannten Deckeln tut sich ein breites, faszinierendes Panorama einer Epoche auf ... Gegen die Eigenmächtigkeit dieses Buchs muss jede E-Book-Version verlieren. Es lässt sich nicht nebenbei oder zwischendurch lesen. Denn mit gut drei Kilogramm fordert es vom Leser Haltung und Präsenz. Mit welchem Aufwand es gefertigt worden ist, wird im Impressum geschildert.« Hedwig Kainberger, Salzburger Nachrichten vom 30.11.2013

»Ein großartiger Folioband voller farbiger Illustrationen und versehen mit guten Kommentaren.« SZ »Wohlfühlen« vom 28.11.2013

»Eine wunderbare Entdeckung. Das gilt auch für einen voluminösen Band in der schönen Anderen Bibliothek.« Niels Beintker, BR2 Radioreisen, 24.11.2013

»Johann Kaspar Riesbeck war Schauspieler, Autor, Journalist. Vor allem: 'ein studierender Reisender von Profession', ein Klassiker der Reiseliteratur, ein Pionier auch des Reportage-Journalismus ... Riesbeck war weithin vergessen, nun ist sein Sittengemälde wieder erschienen.« Gabriele Riedle, GEO vom 22.11.2013

»Der Verlag Die Andere Bibliothek brachte nun erstmals seit 1783 das liebevoll mit Stichen, Karten und Städteabbildungen (Gestaltung: Magdalena Krumbeck) angereicherte Zeitgemälde des reisenden Aufklärers heraus. Das famos geschriebene Werk ist ein Sittenpanorama von Aschaffenburg bis Wien ... des 18. Jahrhunderts ... Es ist ein Glücksfall, dass sich Die Andere Bibliothek gegen sein Vergessensein stemmt.« Peter Grubmüller, Oberösterreichische Nachrichten vom 15.11.2013

»Wie sehr ihr Verfasser Johann Kaspar Riesbeck ... Themen aufgreift, die noch 230 Jahre später die Öffentlichkeit bewegen, zählt zu den verblüffendsten Einsichten, wenn man sich in der phänomenalen Neuerscheinung der Briefe festliest. Das tut man leicht und gern.« Christian von Busse, Hessisch Niedersächsische Allgemeine vom 18.11.2013

»Der Frankfurter Johann Kaspar Riesbeck (1754-1786) war ein hinreißender Reiseschriftsteller, ein furchtloser Frechdachs – und der erste Redaktor der NZZ ... Seine Briefe eines reisenden Franzosen sind eine Fundgrube. Deshalb ist es ein Glücksfall, dass Heiner Boehncke und Hans Sarkowicz das Buch in einer sorgsam kommentierten und erstmals reich illustrierten, großformatigen Prachtausgabe neu ediert haben.« Manfred Papst, NZZ am Sonntag vom 17.11.2013

»(Riesbeck) erhält mit dem jetzt vorliegenden Band eine topaktuelle und prachtvolle Würdigung!« Herbert Pardatscher-Bestle, Bücherrundschau, November 2013

»Haben sich Lokalpatrioten von dieser Ohrfeige erholt, können sie das von Heiner Boehncke und Hans Sarkowicz kundig und unterhaltsam kommentierte Buch als faszinierendes Stück Zeitgeschickte würdigen.« Hendrik Werner, Weser Kurier vom 10.11.2013

»Mit Fug und Recht kann man Riesbeck deshalb als Ahnherrn des Reisejournalismus bezeichnen. ... 227 Jahre nach Johann Kaspar Riesbecks Tod hat die Andere Bibliothek das Werk wiederentdeckt und als Briefe eines reisenden Franzosen neu herausgegeben, ergänzt durch Essays sowie zeitgenössische Stiche, Karten und Stadtabbildungen.« Welt am Sonntag vom 10.11.2013

»Um so glücklicher können wir heute sein, dass der Verlag Die Andere Bibliothek diese Briefe in einem prachtvollen Folioband, hervorragend ediert und kommentiert und mit zeitgenössischen Stichen, Karten und Abbildungen wunderschön illustriert, wieder der literarischen Öffentlichkeit zugängig gemacht hat.« – Die Lengfeld'sche Buchhandlung (Köln) über ihr Buch des Monats.

»In der Reihe Die Andere Bibliothek sind inzwischen über 320 Bände erschienen. Es sind Bücher, die vergessen waren, oder sich durch besondere Originalität auszeichnen. Mit Johann Kaspar Riesbecks Briefen eines reisenden Franzosen ist jetzt ein Sonderband ... in schönster Ausstattung ediert worden.« Wolf Ebersberger, Nürnberger Zeitung vom 31.10.2013

»Seine Reportage ist lebendig, genau, Betrachtung und Sittenbild zugleich – journalistisch geschrieben, also unbedingt auf die Aufmerksamkeit des Lesers aus und auch heute noch mit Gewinn zu studieren. Weshalb die üppige Neu-Ausgabe mit vielen Abbildungen in der Anderen Bibliothek unbedingt zu loben ist.« Thomas Andre, Hamburger Abendblatt vom 31.10.2013

»Der vergessene Bestseller von 1783 ist jetzt in einer wunderschönen Ausgabe erstmals wieder komplett zu haben. ... Riesbecks Briefe sind eine lohnende Wiederentdeckung – nicht als antiquierter Reiseführer, sondern als eine Geschichtsquelle der besonderen Art.« Steffen Radlmaier, Nürnberger Nachrichten vom 26.10.2013

»Wer Riesbeck in der mit Hingabe gestalteten und reich bebilderten Edition, die Heiner Boehncke und Hans Sarkowicz vorgelegt haben ..., auf seiner Reise folgt ... lernt einen grossen Teil Europas kennen, wie er sich einen wachen Geist kurz vor der Französischen Revolution präsentiert.« Urs Hafner, NZZ Online vom 23.10.2013

»Nun sollte man sich den neu aufgelegten und von Heiner Boehncke sowie Hans Sarkowicz kommentierten Prachtband nicht unbedingt nur aufgrund der Erwähnung Hanaus zulegen, sondern vor allem wegen der über 100 Stationen, an denen Riesbeck damals Halt gemacht hat ... So verschafft die Neuauflage dem Leser wieder Zugang zu einem Werk, das eigentlich nicht derart lange in Vergessenheit hätte geraten sollen.« Alexandra Hellbrück, Hanauer Zeitung vom 12.10.2013

»Ein wunderbares Buch« Harro Zimmermann, Radio Bremen, Literaturzeit zur Frankfurter Buchmesse, 12.10.2013

»Jetzt haben Heiner Boehncke und Hans Sarkowicz den Reisenden Franzosen, wie das Buch bald allgemein genannt wurde, in einer wunderschön ausgestatteten und sachkundig kommentierten Ausgabe in der von Hans Magnus Enzensberger begründeten Anderen Bibliothek herausgebracht.« Matthias Gretzschel, Welt am Sonntag vom 6.10.2013

»Erschienen sind seine Briefe eines reisenden Franzosen, denen die Andere Bibliothek nun in einem ihrer Foliobände den ersten großen Auftritt seit mehr als zweihundert Jahren verschafft, im Jahr 1783.« Florian Balke, Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 05.10.2013

»Doch nun ist dieses bemerkenswerte Stück Literatur, diese Pioniertat des Reisejournalismus, wieder erhältlich. Und dies in einer Ausgabe, die gewiss zu den schönsten Büchern in diesem Jahr zählt. Magdalena Krumbeck hat für die Andere Bibliothek einen wunderbaren Folioband voller farbiger Illustrationen und mit vielen zeitgenössischen Stichen, Karten und Abbildungen von Städten gestaltet. Sie lassen ebenso Geschichte lebendig werden, wie Riesbecks unterhaltsame Berichte, die von Heiner Boehncke und Hans Sarkowicz in Orthographie sowie bei den Personen- und Ortsnamen behutsam heutiger Schreibweise angepasst wurden. Ein Kommentar mit vielen, fürs Verständnis hilfreichen Hinweisen und Erläuterungen sowie ein Dossier über Riesbecks Biographie runden diese verlegerische Großtat ab, die einen bedeutenden deutschen Aufklärer und einen überaus lesenswerten Autor aus der Vergessenheit retten.« Christian Riethmüller, Offenbach-Post vom 26.09.2013

»Sein Hauptwerk, das jetzt in einer prachtvollen Ausgabe der Anderen Bibliothek vorliegt, ist ein bezaubernd lebendiges Panorama deutscher Sitten, Gebräuche und Impressionen. ... Zeitgenössische Stiche illustrieren Riesbecks Werk: Die Bildqualität des hochformatigen Bandes ist exzellent. Die Briefe eines reisenden Franzosen ... machen Lust auf Reisen durch Raum und Zeit.« Dierk Wolters, Frankfurter Neue Presse vom 21.09.2013

»Diese Lesung sollte man nicht versäumen: In den gründlich vergessenen Briefen eines reisenden Franzosen, die Johann Kaspar Riesbeck im Jahr 1783 veröffentlichte, hat die Andere Bibliothek einen Schatz gehoben – nie waren Deutschland und das 18. Jahrhundert so bunt und voller Leben.« Rhein-Main-Zeitung vom 21.09.2013

»Jetzt liegt das große Zeitgemälde erstmals wieder in einer vollständigen Ausgabe vor, sorgfältig kommentiert und mit zeitgenössischen Stichen und Karten ergänzt – eine großartige Edition, nobel gedruckt und gestaltet und auch als journalistisches Lehrbuch empfehlenswert.« Sächsische Zeitung vom 21.09.2013

 

 

 

Der Autor wurde 1754 in Höchst bei Frankfurt am Main als Sohn eines Webers und Schnupftuchfabrikanten geboren. Johann Kaspar Riesbeck studierte in Vorbereitung auf den höheren Verwaltungsdienst ab 1768 in Mainz, wo er in ersten Kontakt mit den aufklärerischen Strömungen seiner Zeit kam. »Temperamentshitze« zwang ihn, Mainz zu verlassen. Er ging nach Wien, war Übersetzer und Schauspieler und führte die antiklerikalen Briefe über das Mönchswesen, erschienen in Zürich zwischen 1771 und 1781, zu Ende. Zürich musste er 1783 verlassen und ließ sich in Aarau nieder, wo er seine Briefe eines reisenden Franzosen über Deutschland an seinen Bruder in Paris beendete und 1786 nur 32-jährig starb.

Heiner Boehncke und Hans Sarkowicz, bekannt geworden als literarische Spurensucher und Autoren der Lebensgeschichte von Grimmelshausen – Band 323 der Anderen Bibliothek – haben Johann Kaspar Riesbeck für uns neu entdeckt. Weitere Informationen über Boehncke und Sarkowicz finden Sie hier.

Briefe eines reisenden Franzosen über Deutschland an seinen Bruder in Paris

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